Ultraschall vs. Fluoroskopie beim Facetten-Nerven-Block

Eine retrospektive Untersuchung verglich das Outcome von zwei verschiedenen Methoden zur Durchführung eines medial branch blocks bei Patienten mit Facettensyndrom.1

Die Verwendung von Ultraschall zur Durchführung von Facetten-Nerven-Blockaden wurde erstmals 2004 von einer Wiener/Innsbrucker Arbeitsgruppe beschrieben 2 Die Methode birgt gegenüber dem klinischen Standard der röntgenkontrollierten Fluoroskopie den Vorteil, die Patienten (und ebenso die Durchführenden) keiner Strahlung exponieren zu müssen. In einer Kadaverstudie konnten Greher et al. eine Erfolgsquote von 94% zeigen.

Eine koreanische Arbeitsgruppe hat jetzt ihre Ergebnisse von 148 PatientInnen ausgewertet, bei denen entweder mit Hilfe von Fluoroskopie oder Ultraschall ein medial nerve block durchgeführt wurde. 1 Sie konnten dabei zeigen, dass sich weder im Oswestry Disability Index noch in der Verbesserung der Schmerzwerte nach 1, 3 und 6 Monate Unterschiede zwischen den beiden Gruppen bestand.

Die Studie ist natürlich aufgrund ihres retrospektiven Charakters limitiert. Trotzdem zeigt sie wiedereinmal, dass die Verwendung von Ultraschall bei der Durchführung dieser Blockade eine sinnvolle Alternative darstellt.

1.
Han S, Park K, Cho K, Park Y. Ultrasound versus fluoroscopy-guided medial branch block for the treatment of lower lumbar facet joint pain: A retrospective comparative study. Medicine (Baltimore). 2017;96(16):e6655. [PubMed]
2.
Greher M, Kirchmair L, Enna B, et al. Ultrasound-guided lumbar facet nerve block: accuracy of a new technique confirmed by computed tomography. Anesthesiology. 2004;101(5):1195-1200. [PubMed]

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