Schmerzmedikation und Long-QT Syndrom

In einer aktuellen Übersichtsarbeit aus unserer Gruppe widmeten wir uns dem Problem des Long-QT-Syndroms durch Schmerzmedikamente.1

Während bei der Verordnung vieler psychiatrischer Medika und bei der Einstellung von Patienten auf Methadon noch recht häufig an das Long-QT Syndrom gedacht wird, sind entsprechende Nebenwirkungen durch andere Analgetika oder Substanzen, die in der Schmerztherapie eingesetzt werden, tendenziell weniger bekannt.

Durch eine Wirkungen auf den sogenannten hERG-Kanal haben aber eine große Zahl von Medikamenten eine potentielle Wirkung auf die QT Zeit und damit ein Risiko für das Auslösen von gegebenenfalls sogar letal Verlaufenden Komplikationen wie Torsade-de-Pointes-Tachykardien.

Unsere Arbeit zeigt, dass in jeder der für die Schmerztherapie relevanten Medikamentengruppen Präparate vorhanden sind, die diesbezüglich ein Risiko tragen. Eine genaue Liste ist im Artikel, der unter diesem Link frei abrufbar ist.

Bei der Neueinstellung von Patienten mit entsprechenden Substanzen, bei Dosissteigerung oder der Kombination sollte eine EKG Kontroller erfolgen, um entsprechen reagieren zu können.

1.
Klivinyi C, Bornemann-Cimenti H. Pain medication and long QT syndrome. K. 2018;31(1):3. doi: 10.3344/kjp.2018.31.13

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