Stoßwellenbehandlung für Postherpetische Neuralgie bzw. Juckreiz

Die etablierten konventionellen Behandlungsmethoden für postherpetische Neuralgie (PHN) und postherpetischen Juckreiz (PHI) sind schwierig und oft enttäuschend. In dieser Studie untersuchten die Autoren die Wirkung und die Mechanismen der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) auf Schmerzen und Juckreiz im Zusammenhang mit PHN und PHI.1

Dreizehn Patienten im Alter von 50 bis 80 Jahren mit Symptomen im Zusammenhang mit PHN oder PHI (Dauer der anhaltenden Schmerzen >3 Monate) und Schmerz- oder Juckreizbeschwerden, die auf einer numerischen Ratingskala (NRS) mit >4 bewertet wurden, wurden eingeschlossen. Die ESWT wurde mit einem Stoßwellengerät  an Hautareale verabreicht, die von Schmerzen oder Juckreiz betroffen waren. Eine Energieflussdichte von 0,09 bis 0,16 mJ/mm2 bei einer Frequenz von 5 Hz und 2000 Impulsen wurde in 3-Tages-Intervallen über 6 Sitzungen verabreicht. Zur Bewertung der Wirksamkeit der ESWT wurden die NRS-, die 5D-Juckreizskala und die PGIC-Skala (Patients Global Impression of Change) verwendet.

Die NRS-Scores für Schmerz und Juckreiz und die Scores auf der 5D-Juckreizskala nahmen im Vergleich zu vor der Behandlung und am Ende der Behandlungssitzungen signifikant ab (P < .0001, P = .001 bzw. P = .0002). Es gab einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den PGIC-Scores, die alle 2 Sitzungen überprüft wurden (P < .0001).

Die ESWT ist eine nicht-invasive Modalität, die PHN-assoziierte Schmerzen und Juckreiz signifikant reduzierte. Weitere Untersuchungen, die diesen Effekt bestätigen, wären wünschenswert.

1.
Lee SH, Ryu K-H, Kim PO, et al. Efficacy of extracorporeal shockwave therapy in the treatment of postherpetic neuralgia. Medicine. 2020;99(12):e19516. doi:10.1097/md.0000000000019516

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.