Das Burning mouth syndrome ist eine Erkankung, die für Betroffene mit einer hohen Einschränkung der Lebensqualität verbunden ist. Therapeutisch ist dies oftmals sehr frustrierend. In dieser systematischen Übersichtsarbeit wird versucht, die pathophysiologischen Hintergründe des Burning mouth syndromes zu klären.1

Im April 2020 wurde eine Literaturrecherche in der Datenbank PubMed unter Verwendung der folgenden MeSH-Begriffe durchgeführt: („burning mouth OR burning mouth syndrome OR burning mouth pain OR sore mouth OR burning tongue OR oral neuropathic pain OR glossodynia OR stomatopyrosis) AND (etiopathogenesis OR etiopathological factors OR etiology)“. Ergebnisse der letzten 5 Jahre wurden eingeschlossen.

Die gemäß der Methodik durchgeführte Recherche ergab 19 Fall-Kontroll-Studien (davon 1 in vivo) und 1 RCT. Die Qualität der Studien zu diesem Thema ist unzureichend und uneinheitlich.

Bei der Pathogenese von BMS scheinen sowohl periphere als auch zentrale Neuropathien eine relevante Rolle zu spielen. Das Gleichgewicht zwischen ihnen variiert jedoch von Fall zu Fall und neigt dazu, sich zu überschneiden. BMS scheint nicht auf eine direkte Schädigung des somatosensorischen Nervensystems zurückzuführen zu sein, sondern auf eine Funktionsstörung in diesem System und im Netzwerk des Gehirns.

1.
Carreño-Hernández I, Cassol-Spanemberg J, de Rivera-Campillo E, Estrugo-Devesa A, López-López J. Is Burning Mouth Syndrome a Neuropathic Pain Disorder? A Systematic Review. J Oral Facial Pain Headache. 2021;35(3):218-229. doi:10.11607/ofph.2861

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