Postoperative Schmerzen sind nach wie vor von großer individueller, aber auch sozioökonomischer Bedeutung. In einer rezenten systematischen Übersichtsarbeit gingen wir der Frage nach, inwieweit sich durch lokale Infiltrationen die postoperativen Schmerzen nach Hysterektomien reduzieren lassen.
Aus 731 Arbeiten wurden nach verblindetem Screening 4 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 197 Patientinnen ausgewählt. Es konnte gezeigt werden, dass der Opioid-Bedarf innerhalb der ersten 24 Stunden reduziert ist. Der analgetische Effekt bleibt auf 6 Stunden begrenzt. Bezüglich Nebenwirkung oder Entlassungszeitpunkt konnte kein Unterschied gezeigt werden.
Insgesamt konnten wir mit dieser Arbeit darlegen, dass die lokale Infiltration in Form eines Paracervikalblockade eine effektive Methode ist, um den Opioidbedarf nach vaginalen Hysterektomien zu reduzieren. Auch wenn der absolute Effekt gering ist, so stellt die Infiltration einen minimalen Mehraufwand dar, der daher durchaus gerechtfertigt ist.

 

References

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.