Die Autoimmunität scheint eine große Rolle bei der Entstehung von Migränekopfschmerzen zu spielen. Es gibt Hinweise darauf, dass Interferon die Migräne verschlimmern kann. Wir berichten über einen Fall, bei dem eine Remission schwerer komorbider Migräneattacken mit Beginn der Immunmodulationstherapie mit Interferon β1a (Merck, Niederlande) eintrat. Die Therapie der Multiplen Sklerose wurde nach der Schwere der massiv einschränkenden komorbiden Migräne-Kopfschmerzen entschieden und nicht nach der Entwicklung der Multiplen Sklerose, der weitaus schwerwiegenderen Erkrankung.

Interferon β1a könnte eine wirksame Therapie für die „Autoimmun-Migräne“ sein. Da derzeit zahlreiche Immunmodulatoren für andere systemische Autoimmunerkrankungen, die mit komorbider Migräne assoziiert sind, zur Verfügung stehen, könnte die Untersuchung der Wirkung dieser immunmodulierenden Therapien auf den komorbiden Migränekopfschmerz bei der Suche nach einer spezifischen Immunmodulator-Therapie für die „Autoimmun-Migräne“ von Nutzen sein.

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